Aktion des Deutschen Bauernverbandes

Aktuelles

29.09.14

Minderungsziel beim Flächenverbrauch wird verfehlt

Inanspruchnahme von Flächen für neue Siedlungen sowie Gewerbe und Verkehrsinfrastruktur verlangsamt...

08.08.14

Jährlich 28.000 Hektar weniger

In Deutschland ist die landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) im aktuellen Erntejahr gegenüber...

03.07.14

Auszug aus dem DBV-Geschäftsbericht 2013/2014

Hier können Sie einen Auszug aus dem Geschäftsbericht 2013/2014 des Deutschen Bauernverbandes zum...

Zahlen zum Flächenverbrauch in S.-H.

Flächeninanspruchnahme durch Siedlung/ Verkehr 
-von 2003 bis 2006:  10.200 ha
                       oder  7 ha/ Tag

Positionen

13.06.12

„Wir brauchen einen Masterplan“

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, hat vor dem Petitionsausschuss...

Stoppt den Flächenverbrauch!

In der Diskussion über den Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen stehen sich als Belange gegenüber

  • die notwendige Weiter-entwicklung des Straßen- und Stromnetzes

  • die Bereitstellung neuer Gewerbe- und Siedlungsflächen
Pfeil
  • die Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung

  • die Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen

  • der Umwelt- und Ressourcenschutz

Ohne ausreichende eigene Nahrungsversorgung müssten wir uns mit Lebensmitteln aus dem Ausland begnügen. Tatsächlich und zum Glück haben wir andere Verhältnisse.

Bedrohlich ist allerdings die Entwicklung:

Durch fortdauernden Zugriff auf landwirtschaftliche Flächen durch öffentliche Infrastrukturvorhaben wie Straßenbau und Siedlungstätigkeit werden immer weniger Flächen als Nahrungsmittelerzeugungsflächen genutzt. Die Umnutzung der Flächen ist in aller Regel unumkehrbar. Es gibt Berechnungen, wonach bei gleichbleibendem Verbrauch die gesamte Fläche in Deutschland nach drei Generationen vollständig bebaut oder durch Umnutzung verbraucht sein könnte. Dieses ist zum Glück unrealistisch. Gleichwohl zeigt es, dass der Bodenverlust in Industrieländern wie Deutschland ein ernstes Problem ist. 

Kulturlandschaft durch landwirtschaftliche Flächennutzung

Unser wertvolles Land ist knapp und nicht vermehrbar. Die Endlichkeit des Öls ist tatsächlich weniger dramatisch als die Endlichkeit des Bodens.

Die Problematik des fortschreitenden Flächenverbrauchs ist zwar immer wieder thematisiert worden, aber noch nicht ausreichend in das öffentliche Bewusstsein gedrungen. Anders lassen sich die nach wie vor flächenverschwenderischen Planungen nicht erklären.

Autobahnbaustelle A20

Deshalb soll die Dramatik anhand von Verkehrsinfrastrukturprojekten dargestellt werden. Ziel ist es, einen Bewusstseinswandel bei der Inanspruchnahme von Flächen zu bewirken. Nachhaltiges Handeln verlangt eine Abkehr von überkommenen Handlungsansätzen und erfordert neue Lösungen. Dieses anzugehen und umzusetzen ist in erster Linie Aufgabe von Politik, Verwaltung und Planern.

Vor diesem Hintergrund sind die nachfolgenden Forderungen und Positionen in künftige Planungen aufzunehmen, um der Ressource Boden endlich den ihr zukommenden Stellenwert einzuräumen und unser wertvolles Land effektiv zu schützen.